Hermann Hesse – Siddhartha

SiddharthaBei „Siddhartha – eine indische Dichtung“ handelt es sich eigentlich um eine Erzählung von Hermann Hesse, welche 1922 erstmals als Buch erschien. Der Roman spielt in Indien im 6. Jahrhundert vor Christus und wirft einen Blick auf das Leben des jungen Brahmanen Siddhartha und seines Freundes Fovinda. Das Werk ist von religiösen Geboten, Anleitungen für Rituale und Gebete und philosophischen Gedanken gespickt. Hermann Hesse verarbeitet und nähert sich hier der Glaubenskultur Indiens, welche auf ihn immer einen gewissen Einfluss hatte.

Viele Namen und Orte sind deshalb der indischen Kultur entnommen. Buddhas ursprünglicher Name ist Siddhartha und auch Govinda entstammt der indischen Götterwelt, denn er basiert auf einem der Namen Krishnas. Außerdem sucht Hesse auch in diesem Werk durch seine Protagonisten nach einem Lebenssinn und nach Zugehörigkeit und erreicht mit ihrer Hilfe verschiedene Stufen. Das Leben von Siddhartha wird in allen Einzelheiten von der Jugend bis zum Vaterwerden erklärt.

Hesse selbst merkte an, dass das Werk näher bei Laozi als am Vorbild Buddhas liegt. Auch diese Erzählung beschreibt aber eigentlich nur die Entwicklung des Charakters in einer Welt, die damals vielen deutschen Bürgern fremd erschien. Gleichzeitig macht sie klar, dass Menschen aller Glaubensrichtungen und Nationalitäten nach dem Sinn des Lebens suchen. Damit reiht sich Siddhartha als Entwicklungsroman eigenständig in die Thematik anderer Werke von Hermann Hesse, wie „Das Glasperlenspiel“, „Demian“ oder „Der Steppenwolf“ ein, allerdings mit einem fremd anmutenden Klang.

 

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