Das Schaffen

Hermann_Hesse_CalwSchon in den jüngsten Jahren war Hermann Hesse recht fantasievoll und schrieb kurz nach dem er Lesen und Schreiben gelernt hatte bereits seine ersten Gedichte.

1898 und 1899 erschienen sein erster kleiner Gedichtband „Romantische Lieder“ und die Sammlung an Prosa „Eine Stunde hinter Mitternacht“. Beide Veröffentlichungen brachten ihm keinen großen Verdienst. Eugen Diederichs, ein Leipziger Verleger glaubte jedoch an den jungen Schriftsteller und der Erfolg sollte sich schnell einstellen. Dieser kam mit den Romanen „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“ zwischen 1904 und 1906. In diesen beiden Werken Hesses wird auch sein Themenschwerpunkt von Geist und Natur das erste Mal deutlich, der auch in seinen späteren Werken immer wieder Einzug hält. Besonders Camenzind führt zum Durchbruch. Die Kritik an der Zivilisation und Entwicklung des Kindes Camenzind in der dargestellten Welt sorgt für den großen Erfolg dieses Romans.

1914 veröffentlichte er den Aufsatz „O Freunde“ in der Neuen Zürcher Zeitung. Dieser Veröffentlichung folgte eine strikte Debatte. Öffentlich wurde er für seine Worte von der deutschen Presse attackiert, Freunde sagten sich los und er bekam eine Reihe von Hassbriefen. Dabei hatte er nur daran appelliert, nicht in nationalistische Polemik zu verfallen. Nur ein paar seiner Freunde, wie der spätere erste Bundespräsident Theodor Heuss, hielten in dieser Zeit weiter zu ihm. Besonders wichtig waren diese tiefen Freundschaften sicherlich, da in der gleichen Zeit sowohl sein Vater starb, als auch sein Sohn an Gehirnhautentzündung erkrankt war und seine Scheidung stattfand. Weil alles zu viel für ihn wurde, begab er sich schließlich in Psychotherapie.

Durch die Erfahrungen mit den Nationalsozialisten, was seine Veröffentlichung anging, wurde er auch später kein Freund der Bewegung. Hermann Hesse verabscheute den Krieg und befürwortete Verweigerung. 1919 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Emil Sinclair den Roman „Demian“, den Thomas Mann später als „Unvergesslich“ beschrieb.

Insgesamt schrieb Hermann Hesse mehr als 30 Bücher, hinzu kommen zahlreiche Kurzgeschichten, Erzählungen Märchen und Gedichte. Drei der Märchen Hermann Hesses widmete er seinen drei Ehefrauen.